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	<title>naori.ch &#187; Verarbeitung</title>
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	<description>Keramik aus dem koreanischen Holzofen</description>
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		<title>Das Trocknen der Tonmasse</title>
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		<pubdate>Sun, 20 Jul 2008 10:07:59 +0000</pubdate>
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				<category><![CDATA[Keramik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die feuchten Tonarbeiten müssen vor dem Brennen möglichst langsam und gleichmässig trocknen, am besten bei hoher Luftfeuchtigkeit. Bei Wandstärken bis 1 cm reicht eine Woche Trockenzeit in der Regel aus. Ist die Tonmasse nicht voll durchgetrocknet, kann sich in der Anfangsphase des Brennens innerhalb des Materials zuviel Wasserdampf bilden, der dann eine sprengende Wirkung hat. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die feuchten Tonarbeiten müssen vor dem Brennen möglichst langsam und gleichmässig trocknen, am besten bei hoher Luftfeuchtigkeit. Bei Wandstärken bis 1 cm reicht eine Woche Trockenzeit in der Regel aus. Ist die Tonmasse nicht voll durchgetrocknet, kann sich in der Anfangsphase des Brennens innerhalb des Materials zuviel Wasserdampf bilden, der dann eine sprengende Wirkung hat. Während der Trockenzeit sollen die Erzeugnisse mehrmals gewendet werden, um Risse durch ungleichmässigen Schwund zu vermeiden. Stärkere Luftbewegung (z.B. offenes Fenster) für oft zu Rissen beim Trocknen.<span id="more-102"></span></p>
<p>Durch diesen Verdunstungsvorgang geht natürlich Volumen in Form von Wasser verloren: der Ton schrumpft, schwindet. Dummerweise verdunstet das Wasser an der Oberfläche schneller als im Inneren der Masse. Im Extremfall haben wir Aussen null und im Inneren der Keramik Hundert Prozent Wasser. Es ist nachvollziehbar, dass im Material eine Volumendifferenz also eine Spannung entsteht, die mit der Grösse des Werkstückes absolut und relativ sehr stark steigt. Wir wissen: das Teil wird krumm oder reisst. Daraus folgern wir richtig: die primäre Grösse des angemessenen Trocknens von Keramik heisst nicht langsam sondern gleichmässig, kann aber nur gleichmässig erfolgen, wenn es sehr langsam vor sich geht, weil die Wasserdampfdiffusion einfach sehr träge von statten geht.</p>
<p>Die Keramik darf nicht auf einer nicht saugfähigen Unterlage wie einer beschichteten Spanplatte liegen. So wird sie das Wasser unten nie los. Gipsplatten sind ideal, weil sie unten so begierig Wasser aufnehmen wie oben die Luft abführt. Das Objekt sollte unter eine Plastikfolie, damit die gesamte Atmosphäre gleichmässig feucht ist. Dreimal am Tag Folie auf &#8211; feuchte Luft heraus &#8211; Folie zu. Und das ganze solange bis das Teil offensichtlich trocken ist, also nicht mehr unangenehm riecht und nicht kälter als die die Umgebung ist. Die Temperatur der Keramik gibt uns einen guten Hinweis auf den Trocknungszustand. Ist das Objekt kälter als die Umgebung, wird noch immer Wasser an die Luft abgegeben.</p>
<p>Jetzt warten wir noch wenige Tage vorsichtshalber, damit der allerletzte Tropfen verdunstet ist und Brennen die Sache. Wer jetzt noch behauptet, dass gerade Objekte krumm werden, der hat sich nicht an die Regeln gehalten.</p>
<p>Die aus Ton hergestellten, fertig bearbeiteten und getrocknete Arbeiten, die aber noch nicht gebrannt wurden nennt man auch Grünware.</p>
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		<title>Plattentechnik</title>
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		<pubdate>Sun, 20 Jul 2008 10:04:30 +0000</pubdate>
		<dc:creator>@u</dc:creator>
				<category><![CDATA[Keramik]]></category>
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		<description><![CDATA[Für kleinere Tonplatten eignet sich zum Beispiel Bodmer-G-Ton. Für grössere Platten, oder Kacheln, wie der Töpfer sagt, ist der schamottierte Ton, besser geeignet. Der gemagerte Ton verzieht sich weniger, neigt weniger zu Rissen, weil er weniger schwindet. Je grösser die Platte in der Fläche ist, desto dicker muss sie sein. Man legt zwei Holzleisten neben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für kleinere Tonplatten eignet sich zum Beispiel Bodmer-G-Ton. Für grössere Platten, oder Kacheln, wie der Töpfer sagt, ist der schamottierte Ton, besser geeignet. Der gemagerte Ton verzieht sich weniger, neigt weniger zu Rissen, weil er weniger schwindet. Je grösser die Platte in der Fläche ist, desto dicker muss sie sein. Man legt zwei Holzleisten neben den Ton und schneidet mit einem Tonschneidedraht Platte um Platte weg. Vergessen Sie bitte nicht, dass der Ton schwindet. Wenn Sie Kacheln von 15 mal 15 cm brauchen, müssen die Kanten des frischen G-Tones 16,3 cm messen (Schwindung 8%). <span id="more-101"></span>Der Schwindungsprozentsatz ist für jede Tonsorte angegeben. Eine andere Methode zu Tonplatten zu kommen ist das Wallholz. Formen Sie eine Tonkugel und legen Sie diese auf ein Stück glattes Packpapier. Formen Sie die Kugel mit dem Wallholz zu einer Platte. Das Trocknen Ein sehr wichtiger Vorgang ist das Trocknen der Platten. Legt man diese einfach aufs Gestell, werden sie sich mit Sicherheit nach oben verbiegen. Da die Plattenoberseite eher trocknet als die Unterseite, schwindet der Ton oben mehr als unten. Legt man die Tonplatten zwischen Gipsplatten entstehen gute Resultate. Da unten und oben die Saugwirkung dieselbe ist, schwinden die Tonplatten gleichmässig und bleiben plan. Danach können sich die lederharten  Tonkacheln zu quaderförmigen Hohlkörpern zusammenstellen. Als lederhart bezeichnet man einen Ton, der nicht mehr plastisch verformbar, aber auch noch nicht trocken und brüchig ist. Der Ton fasst sich ähnlich wie festes Leder oder Hartkäse an und lässt sich in diesem Zustand sehr gut montieren bzw. bearbeiten. Sehr wichtig ist aber bei diesen Arbeiten, dass die Kacheln sorgfältig und solide zusammengefügt werden. Das heisst: Die Klebekanten der Tafeln müssen aufgeraut und mit genügend Schlicker eingestrichen werden. Ein kurzes Anpressen genügt nicht. Die Kacheln sollen, wie weiter vorn beschrieben, „hingezittert“ werden, bis der Ton gepackt hat. Die Bodenplatten sollten nach dem Schneiden einen Millimeter vorstehen, damit die vorstehende Tonmasse überstrichen werden kann. Damit keine Trocknungsspannungen auftreten, deckt man Objekte die ersten Tage mit Plastikfolien ab. Beim Glasieren entstehen immer Spannungskräfte, die sich auf unsorgfältig ausgeführte Klebestellen verheerend auswirken können. Darum verstärkt man die Klebekanten mit dünnen Tonwülstchen. Beim Zusammenfügen der Kacheln quillt überschüssiger Schlicker hervor. Auf diesen „Kantenschlicker“ legt man innen ein dünnes Wülstchen, presst es fest und verstreicht sein Material auf die beiden anstossenden Wände.</p>
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		<title>Aufbautechnik</title>
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		<pubdate>Sun, 20 Jul 2008 10:03:27 +0000</pubdate>
		<dc:creator>@u</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zuerst legen Sie sich einen Vorrat von Tonwülsten an, den Sie mit einem feuchten Tuch bedecken. Tonwülste haben eine grosse Oberfläche und trocknen daher leicht aus, sodass sie beim Verarbeiten reissen. Flachen Sie eine Tonkugel auf einem Stück Papier, noch besser auf der Ränderscheibe, ab, stets leicht drehend, sodass Sie eine runde, gleichmässig dicke ( [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst legen Sie sich einen Vorrat von Tonwülsten an, den Sie mit einem feuchten Tuch bedecken. Tonwülste haben eine grosse Oberfläche und trocknen daher leicht aus, sodass sie beim Verarbeiten reissen. Flachen Sie eine Tonkugel auf einem Stück Papier, noch besser auf der Ränderscheibe, ab, stets leicht drehend, sodass Sie eine runde, gleichmässig dicke ( ca. 1 cm ) Tonscheibe vor sich haben. Biegen Sie den Rand zwei Zentimeter hoch, indem Sie mit den Aussenfingern den Ton anheben. Bodendicke und Wandfestigkeit sollten gleich stark sein. Legen Sie einen Tonwulst auf den Bodenrand, nicht zu eng und nicht zu weit. Schneiden Sie bei der richtigen Länge den Ton schräg ab, legen die Enden, eventuell mit etwas Schlicker eingestrichen, aufeinander und drücken Sie diese zusammen. Pressen sie den Tonwulst jetzt so weit zusammen, bis Sie mit den Fingerspitzen fühlen, dass nun Wulst und Bodenrand dieselbe Wandstärke aufweisen Die Rillen, die jetzt noch sichtbar ist, werden mit den Fingern oder einem Modellierholz sorgfältig verstrichen.</p>
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		<title>Die Verarbeitung der Tonmasse</title>
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		<pubdate>Sun, 20 Jul 2008 10:01:42 +0000</pubdate>
		<dc:creator>@u</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Verarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Tonmasse]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Aufbauen mit weichem Ton ist besonders zu beachten, dass die Wandungen gleichmässig dick sind und keine Luftblasen eingeschlossen werden. Objekte, die dicker als 2 cm sind, müssen innen hohl und mit einem Luftloch versehen sein. Häufigste Ursache von Rissen, Bruch und misslungenen Werkstücken sind Lufteinschlüsse in der Tonmasse. Beim Brand zieht sich der Ton [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Aufbauen mit weichem Ton ist besonders zu beachten, dass die Wandungen gleichmässig dick sind und keine Luftblasen eingeschlossen werden. Objekte, die dicker als 2 cm sind, müssen innen hohl und mit einem Luftloch versehen sein. Häufigste Ursache von Rissen, Bruch und misslungenen Werkstücken sind Lufteinschlüsse in der Tonmasse. Beim Brand zieht sich der Ton zusammen. Die erwärmte Luft dagegen dehnt sich aus und sprengt das Werkstück. Das Schlagen und Kneten soll evtl. im Ton enthaltene Luft beseitigen und den Ton homogen und geschmeidig machen. Das war in grauer Vorzeit, als der Ton noch selbst aus Pulver und Wasser angesetzt werden musste, sicherlich auch notwendig. <span id="more-99"></span>Die heutigen Tonmassen sind bereits maschinell geknetet und haben ein Vacuum durchlaufen. Schlagen und Kneten hat im Wesentlichen für den Hobby- und Schulgebrauch zwei Nachteile:</p>
<p>1. dem Ton wird Wasser entzogen, er verliert dadurch an Geschmeidigkeit und neigt sehr viel<br />
schneller zur gefürchteten Rissbildung an den Rändern.</p>
<p>2. wenn Sie nicht wirklich viel Übung haben, schlagen und kneten Sie eine Menge Luft in den Ton,<br />
anstatt aus dem Ton.</p>
<p>Davon unabhängig wird der Profi vor dem Drehen grösserer Mengen auf der Töpferscheibe den Ton schlagen und kneten, aber bitte nur, wer das wirklich richtig kann und gelernt hat.</p>
<p>Schlicker ist Tonbrei oder Tonschlamm. Sammeln Sie den Ton der für die Arbeit nicht mehr geeignet ist. Zur weiteren Verwendung müssen die Tonresten knochentrocken sein. Übergiessen Sie den getrockneten Ton deckend mit Wasser, lieber zuviel als zuwenig. Lassen Sie das Wasser einen Tag wirken: Alle Tonstücke zerfallen. Nun quirlen Sie mit einem Schwingbesen den Brei tüchtig und treiben ihn durch ein feinmaschiges Sieb. Mit einem festen Borstenhaarpinsel geht die Arbeit leichter von der Hand. Sollte der Brei zu dünn sein, so lassen Sie den gequirlten Brei einen Tag stehen und giessen das überflüssige Wasser ab. Der Schlicker müsste ungefähr die Konsistenz von Schlagrahm haben. Giessen Sie den fertigen Schlicker in eine dicht schliessende Dose, sodass er vor Verdunstung geschützt ist.</p>
<p>Alle Teile, die Sie an eine Form mit Hilfe von Schlicker „ankleben“, also Henkel, Griffe, Verzierungen etc. nennt man Garnitur; das Anleimen garnieren. Dabei wird stets in der selben Art und Weise vorgegangen. Die Klebestelle am Körper und diejenige der Garnitur wird mit einer Töpfernadel aufgeraut. Danach wird auf die Klebstellen Schlicker aufgetragen und die Garnitur leicht angedrückt. Dabei wird das Ende eines Henkels zum Beispiel rasch und leicht hin und her geschoben, gleichsam an die Form hingezittert. Dabei merken Sie plötzlich, dass Form und Garnitur einander gefasst haben: Es hat angezogen. Der aus der Klebestelle hervorgequollene Schlicker wird mit einem feuchten Schwämmchen oder wichen Pinsel weggestrichen. Beachten Sie folgende Grundregel: Es wird spätestens in lederhartem Zustand garniert. Form und Garnitur sollten etwa denselben Feuchtigkeitsgehalt haben.</p>
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