Glasuren sind, wie der Name schon sagt, Gläser. Der Hauptbestandteil ist eine Mischung aus sauren und alkalischen Metallsalzen. Auf der alkalischen Seite sind im wesentlichen die Natrium-, Kalium-, Calcium- und Magnesiumsalze (Soda, Pottasche, Kalk, Talkum), auf der sauren Seite Bor-, Aluminium- und Siliciumoxide (Borax, Ton, Quarz). Sie unterscheiden sich in vielen Kriterien: – Brenntemperatur – Oberflächenbeschaffenheit – Farbe -Transparenz. Glasuren werden meistens auf den rohgebrannten Tonscherben aufgetragen. weiter lesen »
Quellungswasser ist in der Grünware nicht mehr im Ton. Allerdings noch eine reichliche Menge Kristallwassers. Dieses kristallin gebundene Wasser entweicht dem Mineral jetzt während des gesamten Brennvorganges bis ca. 600°C. Diese physikalische Eigenschaft müssen wir einfach kennen, um darauf Rücksicht nehmen zu können. Das ist der Hintergrund für das langsame Aufheizen in der Anfangsphase des Rohbrandes ( auch Schrühbrand, Vorbrand oder Biskuitbrand genannt).
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Beim Einsetzen des Ofens zum Rohbrand können sich die Werkstücke berühren und sogar sorgfältig ineinander gestellt werden. Werden die Objekte nach dem Rohbrand nicht weiter bearbeitet ( glasiert ) sollte zugunsten einer gleichmässigen Farbe auf das ineinanderstapeln verzichtet werden. Weil Wärme nach oben steigt, nutzen Sie diese am besten, wenn Sie grosse Teile nach unten stellen, kleine dagegen nach oben. Haben Sie ausnahmsweise nur wenige Teile zu brennen, verbessern Sie das Brennergebnis, indem Sie diese höher stellen und gleichmässig verteilen.
Die feuchten Tonarbeiten müssen vor dem Brennen möglichst langsam und gleichmässig trocknen, am besten bei hoher Luftfeuchtigkeit. Bei Wandstärken bis 1 cm reicht eine Woche Trockenzeit in der Regel aus. Ist die Tonmasse nicht voll durchgetrocknet, kann sich in der Anfangsphase des Brennens innerhalb des Materials zuviel Wasserdampf bilden, der dann eine sprengende Wirkung hat. Während der Trockenzeit sollen die Erzeugnisse mehrmals gewendet werden, um Risse durch ungleichmässigen Schwund zu vermeiden. Stärkere Luftbewegung (z.B. offenes Fenster) für oft zu Rissen beim Trocknen. weiter lesen »
Für kleinere Tonplatten eignet sich zum Beispiel Bodmer-G-Ton. Für grössere Platten, oder Kacheln, wie der Töpfer sagt, ist der schamottierte Ton, besser geeignet. Der gemagerte Ton verzieht sich weniger, neigt weniger zu Rissen, weil er weniger schwindet. Je grösser die Platte in der Fläche ist, desto dicker muss sie sein. Man legt zwei Holzleisten neben den Ton und schneidet mit einem Tonschneidedraht Platte um Platte weg. Vergessen Sie bitte nicht, dass der Ton schwindet. Wenn Sie Kacheln von 15 mal 15 cm brauchen, müssen die Kanten des frischen G-Tones 16,3 cm messen (Schwindung 8%). weiter lesen »
Zuerst legen Sie sich einen Vorrat von Tonwülsten an, den Sie mit einem feuchten Tuch bedecken. Tonwülste haben eine grosse Oberfläche und trocknen daher leicht aus, sodass sie beim Verarbeiten reissen. Flachen Sie eine Tonkugel auf einem Stück Papier, noch besser auf der Ränderscheibe, ab, stets leicht drehend, sodass Sie eine runde, gleichmässig dicke ( ca. 1 cm ) Tonscheibe vor sich haben. Biegen Sie den Rand zwei Zentimeter hoch, indem Sie mit den Aussenfingern den Ton anheben. Bodendicke und Wandfestigkeit sollten gleich stark sein. Legen Sie einen Tonwulst auf den Bodenrand, nicht zu eng und nicht zu weit. Schneiden Sie bei der richtigen Länge den Ton schräg ab, legen die Enden, eventuell mit etwas Schlicker eingestrichen, aufeinander und drücken Sie diese zusammen. Pressen sie den Tonwulst jetzt so weit zusammen, bis Sie mit den Fingerspitzen fühlen, dass nun Wulst und Bodenrand dieselbe Wandstärke aufweisen Die Rillen, die jetzt noch sichtbar ist, werden mit den Fingern oder einem Modellierholz sorgfältig verstrichen.
Beim Aufbauen mit weichem Ton ist besonders zu beachten, dass die Wandungen gleichmässig dick sind und keine Luftblasen eingeschlossen werden. Objekte, die dicker als 2 cm sind, müssen innen hohl und mit einem Luftloch versehen sein. Häufigste Ursache von Rissen, Bruch und misslungenen Werkstücken sind Lufteinschlüsse in der Tonmasse. Beim Brand zieht sich der Ton zusammen. Die erwärmte Luft dagegen dehnt sich aus und sprengt das Werkstück. Das Schlagen und Kneten soll evtl. im Ton enthaltene Luft beseitigen und den Ton homogen und geschmeidig machen. Das war in grauer Vorzeit, als der Ton noch selbst aus Pulver und Wasser angesetzt werden musste, sicherlich auch notwendig. weiter lesen »
Ton sollte immer in einem fest verschlossenen Plastikbeutel an einem dunklen, kühlen, aber frostsicheren Platz aufbewahrt werden.
Alle Tone schrumpfen während der Trocknung und noch einmal im Brand. Je nach Tonart liegt die ( Schwindung ) bei 10 – 15%. Je höher die Brenntemperatur, desto grösser die Schrumpfung.
Damit Tonmassen mehr Stabilität beim Formen von grösseren Werkstücken erhalten, beim Trocknen weniger schrumpfen und um Spannungen während des Brandes besser aufnehmen zu können, werden diese mit Schamotte versetzt. Schamotte ist dicht gebrannter, zermahlener Ton. Diese Tone sind weniger glatt, bildsam und plastisch als Massen ohne Schamotte, allerdings verziehen und schwinden diese auch weniger beim Trocknen und die Gefahr des Reissens ist geringer. Für die Rakutechnik werden Tonmassen mit einem Schamotteanteil von 25 – 50 % verwendet.