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	<title>naori.ch &#187; Brennen</title>
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	<description>keramik aus dem koreanischen holzofen</description>
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		<title>den holzofen brennen</title>
		<link>http://www.naori.ch/den-holzofen-brennen/</link>
		<comments>http://www.naori.ch/den-holzofen-brennen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 22:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kummod</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brennen]]></category>
		<category><![CDATA[Holzofen]]></category>

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das brennnen ist eine anspruchsvolle aufgabe. das brennen von keramik in einem holzofen unterscheidet sich stark von anderen brenntechniken. wer bei einem holzband mitmachen will, muss sich erstmal mit der funktionsweise des holzofens vertraut machen. in jedem brenntrupp braucht es mindestens eine person, die mit diesem vorgang vertraut ist. jeder brenntrupp muss in der lage [...]]]></description>
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<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">das brennnen ist eine anspruchsvolle aufgabe. das brennen von keramik in einem holzofen unterscheidet sich stark von anderen brenntechniken. wer bei einem holzband mitmachen will, muss sich erstmal mit der funktionsweise des holzofens vertraut machen. in jedem brenntrupp braucht es mindestens eine person, die mit diesem vorgang vertraut ist. jeder brenntrupp muss in der lage sein, die temperatur zu halten oder zu steigern, ohne dabei die zuvor erarbeiteten ressourcen auszubeuten.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">da wir als team brennen, ist es unumg&#228;nglich, dass die teilnehmer beim schichtwechsel die aktuelle situation besprechen und das weitere vorgehen gegebenenfalls anpassen. beim holzbrand ist die situation selten eindeutig und ein gelegentlicher wechsel der brenntechnik kann zu interessanteren, abwechslungsreicheren oberfl&#228;chen f&#252;hren. es geht niemals darum, welcher brenntrupp gut oder schlecht brennt. jede kritik hat das ziel, den brand zu verbessern. wenn sich teilnehmer dadurch pers&#246;nlich angegriffen f&#252;hlen, ist dies ihre eigene entscheidung. respektieren sie die meinungen der anderen und &#252;berpr&#252;fen sie die argumente sachlich. niemand beherrscht eine solche naturgewalt und keiner kann sie v&#246;llig verstehen. nutzen sie jede kritik um ihr verst&#228;ndnis des holzbandes zu hinterfragen und zu verfeinern. so hat selbst eine unbegr&#252;ndete kritik ihren nutzen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">zur einarbeitung ist das buch &#8220;holzbrand, geheimnisse japanischer meister&#8221; zu empfehlen. das buch bietet einen allgemeinen einblick in den holzbrand und beschreibt in verst&#228;ndlichen worten die verschiedenen aspekte. allerdings unterscheiden sich die im buch beschriebenen &#246;fen stark von unserem tongkama und die anweisungen k&#246;nnen nur teilweise &#252;bernommen werden.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">im folgendenden text m&#246;chte ich meine bisherigen erfahrungen und gedanken festhalten. ich hoffe damit eine grundlage zu legen, auf welcher die kommunikation unter den brandteilnehmern verbessert werden kann. ich versuche die grunds&#228;tzliche funktionsweise des holzbandes zu beschreiben und auf die wichtigsten punkte einzugehen, die w&#228;hrend dem brennen zu beachten sind.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">wie verbrennt holz ?</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">beim erhitzen l&#246;st sich der brennstoff in gas auf (holzgas). mit gen&#252;gend sauerstoff verbrennt nun dieses gas als sichtbare flamme. ein normales holzfeuer brennt mit ca. 400 grad. die h&#246;chsttemperatur eines offenen feuers liegt etwa bei 800 grad. h&#246;here temperaturen erreicht man nur dadurch, dass die w&#228;rme nicht entfliehen kann. so gesehen ist ein holzbrand ein gro&#223;er hitzestau. das gew&#246;lbe heizt sich dabei kontinuierlich auf und gibt diese w&#228;rme im sp&#228;teren brandverlauf wieder an die ofenatmosph&#228;re ab.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">zu brandbeginn l&#228;sst sich die temperatur problemlos steigern. achten sie darauf, die temperatur nicht zu schnell zu steigern. halten sie sich an die zu brandbeginn definierten h&#246;chstwerte und sorgen sie f&#252;r m&#246;glichst wenig temperaturschwankungen. dabei k&#246;nnen sie sich v&#246;llig auf den pyrometer verlassen. das ger&#228;t zeigt die aktuelle temperatur der luft im ofen an. auch wenn diese temperatur kurzfristig um 30 grad steigt oder sinkt, bleibt das aufheizen der keramik immer noch gleichm&#228;&#223;ig genug. halten sie das feuer bis etwa 300 grad ausschlie&#223;lich innerhalb des unteren bogens. das holz darf nicht in den brennraum hinein ragen. w&#252;rde eine rohe keramik direkt von einer flamme getroffen, k&#246;nnte dies zu einem riss f&#252;hren. sobald sie diese temperatur &#252;berschritten haben, beginnen sie langsam mit dem aufbauen einer glutschicht. verwenden sie in dieser phase lieber etwas dickere holzst&#252;cke, die l&#228;nger und gleichm&#228;&#223;iger brennen. legen sie die holzst&#252;cke zun&#228;chst nur mit der vordersten ecke ins feuer. so brennen zuerst nur die ersten 10 cm. das feuer brennt nun langsam dem holzst&#252;ck entlang und kommt somit aus dem ofen heraus. schieben sie das holzst&#252;ck entsprechend in regelm&#228;&#223;igen abst&#228;nden weiter in den ofen. achten sie immer darauf, dass das holz im ofeninnern zu glut zerf&#228;llt.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">mit der zeit sollte sich im brennraum ein gluthaufen bilden. schieben sie die glut nur dann weiter in den ofen, wenn sie zuwenig platz f&#252;r das feuer haben. meist wandert die glut von alleine mit dem nachschieben der holzst&#252;cke nach hinten. oft hat man sogar zuwenig glut im bogen und das holz brennt erst im ofeninnern. verbrennen sie in diesem fall einfach kleine holzst&#252;cke im leerraum zwischen den gro&#223;en holzst&#252;cken. damit bildet sich neue glut im bogenbereich und sie k&#246;nnen ohne unterbruch in der selben weise weiterbrennen. achten sie darauf, dass nicht verbranntes holz beim reinschieben immer oben auf der glut liegt. wird das holz in die glut hineingeschoben, kann es nicht mehr verbrennen und ohne kontakt zur glut verbrennen die schwarzen holzst&#252;cke zu langsam. beides senkt die temperatur der glut und sie w&#252;rgen den ofen ab.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">betrachten sie die glut wie einen anz&#252;nder. das eingeworfene holz wird durch die hei&#223;e glut vergast. k&#252;hlt die glut ab, kann das holz nicht mehr schnell genug verbrennen und die temperatur f&#228;llt. eine leuchtend helle glutschicht ist das wichtigste element beim brennen. wird die glut dunkel, setzen sie alles daran, diesen umstand zu korrigieren. lassen sie wenn n&#246;tig einen teil der glut runterbrennen bis sie wieder eine hei&#223;e, helle glut haben. sind sie sich jedoch bewusst, dass sie damit die arbeit des vorangegangen brenntrupps verbrennen und es wieder viele stunden arbeit und holz kosten wird um diese glut erneut aufzubauen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">oft wird die glut unabsichtlich und &#252;ber l&#228;ngere zeit aufgebraucht. dies geschieht, wenn ein brenntrupp zu vorsichtig holz nachlegt. die temperatur kann mit hilfe der glut m&#252;helos gehalten oder gesteigert werden. nur durch beobachten der glutmenge k&#246;nnen sie diesen fehler vermeiden. versuchen sie stets die glutmenge zu halten oder zu steigern, lassen sie die glut jedoch nie abk&#252;hlen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">die steigerung der temperatur kann je nach brand sehr unterschiedlich sein. je nach anzahl und position der rohware und der feuchtigkeit des ofens muss sehr langsam aufgeheizt werden. falls objekte im ofen sind, die bereits einmal in einem hozofen gebrannt wurden, muss sehr langsam &#252;ber die grenze von 229 grad geheizt werden. da die temeratur im ofen nicht &#252;berall gleich ansteigt, sollten sie bereits ab 200 grad sehr vorsichtig heizen und dies bis 250 grad beibehalten. bei dieser temperatur dehnt sich das cristobalit im ton aus, und w&#252;rde bei zu schnellem heizen zu rissen f&#252;hren. in jedem fall steigern sie die temeratur im bereich von 550 bis 600 grad in gleicher weise langsam. in diesem bereich findet der quarzsprung statt. danach kann die temperatur dem feuer m&#246;glichen gesteigert werden.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">heizen sie solange der gluthaufen dies zul&#228;sst durch die untere &#246;ffnung in der beschriebenen weise. bevor sie die untere &#246;ffnung schliessen und durch die obere &#246;ffnung zu heizen beginnen, sollte die gesamte brennkammer mit glut bedeckt sein. werfen sie das holz so ein, dass es gleichm&#228;ssig auf der glut verteilt ist. so nutzen sie diese heisse glutfl&#228;che zum schnellen vergasen der neu eingeworfenen holzst&#252;cke. achten sie darauf, dass das holz gen&#252;gend sauerstoff erh&#228;lt und werfen sie nicht zuviel holz auf eimal ein. schwarze rauchwolken sind ein schlechtes zeichen. unter 1000 grad ist das reduzierende brennen mit zuwenig sauerstoff nur eine verschwendung von holz. auf die keramik hat dies kaum einen einfluss.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">damit der ofen nicht ins stocken ger&#228;t, muss in jeder phase f&#252;r ein effizientes vergasen des holzes gesorgt werden. die einfachste methode, ein schnelles vergasen zu erzielen ist die verwendung d&#252;nner holzst&#252;cke. diese haben im vergleich zur masse eine weit gr&#246;&#223;ere oberfl&#228;che und brennen deshalb viel effizienter. hartholz hat mehr energie als ein nadelholz. um die temperatur zu steigern, greiffen sie besser zur buche.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">statt das holz direkt in die glut zu werfen, verwende ich gerne eine andere technik mit der offiziellen bezeichnung &#8220;holzt&#252;r&#8221;. bei naori verwenden wir meist die inoffizielle bezeichnung &#8220;bombe&#8221;. dabei f&#252;llt man die gesamte &#246;ffnung mit holz und schiebt das ganze packet schritt f&#252;r schritt in den ofen. dadurch gelangt die luft zwischen den einzelnen holzst&#252;cken in den ofen und heizt sich dabei bereits auf. wenn das holz ganz in den brennraum geschobem wird und man es auf der glut verteilt, ist bereits ein grosser teil verbrannt. in der zeit, in welcher die n&#228;chste bombe langsam in den ofen geschoben wird, k&#246;nnen diese verbleibenden schwarzen st&#252;cke zu glut zerfallen. insgesamt eine sehr effiziente und leicht zu handhabende brenntechnik. solange sie oxidierend brennen wollen, m&#252;ssen sie m&#246;glichst lose f&#252;llen. legen sie immer abwechslungsweise zwei holzst&#252;cke schr&#228;g von rechts und dar&#252;ber zwei schr&#228;g von links in die &#246;ffnung. achten sie bein hineinschieben darauf, dass das packet nicht zu kompakt wird. warten sie mit dem nachschieben bis kein oder nur noch wenig rauch aus dem kamin tritt. bei temperaturen &#252;ber 1100 grad tritt die flamme aus dem kamin. warten sie, bis sich die flamme in den kamin zur&#252;ckzieht bevor sie das packet nachschieben.  je weiter sie nun das paket reinschieben, desto h&#246;her wird die flamme. gerade nachts kann man den rauch und auch die anzeige vom pyrometer schlechter erkennen. da ist die flamme nat&#252;rlich viel besser zu beobachten.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">bei 650 grad beginnt die keramik zu leuchten. zun&#228;chst rot, sp&#228;ter orange, gelb bis weiss. sobald die objekte weiss leuchten haben sie die endtemperatur erreicht. wenn sie in den unteren temparaturen farben sehen, ist dies nur die reflektion der flammen. versuchen sie die farbe der flamme und die farbe der keramik auseinander zu halten. der ofen hat nicht nur eine temperatur. beobachten sie die farbunterschiede im ofen. dadurch k&#246;nnen sie erkennen, ob die temperatur steigt, f&#228;llt oder gehalten wird. je gr&#246;sser die farbunterschiede sind, desto schneller steigt oder sinkt die temperatur.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">ab 800 grad wird es immer schwieriger die temperatur zu steigern. dies liegt daran, dass sie nun die h&#246;chsttemperatur ihres brennstoffs erreicht haben. auch wenn die lufttemperatur, die sie auf dem pyrometer ablesen, nicht weiter steigt, f&#252;hren sie dem ofen weiterhin zus&#228;tzliche energie zu. es kann viele stunden dauern, bis das gew&#246;lbe soviel energie aufgenommen hat, das es diese an die ofenatmosph&#228;re abgibt. obwohl das pyrometer auch in den oberen temperaturen ein hilfreiches instrument ist und sich damit der heizzyklus hervorragend &#252;berwachen l&#228;sst, solten sie von diesen zahlen nicht auf den zustand der keramik schliessen. sie haben die m&#246;glichkeit, die entstehung und das schmelzen der glasur mit eigenen augen zu beobachten. also nutzen und geniessen sie diese m&#246;glichkeit.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">bei 1050 grad wird die tonoberfl&#228;che klebrig und die anfliegende asche klebt an den objekten. ausserdem nimmt hier die wirkung einer reduzierenden atmosph&#228;re stark zu. heizen sie in dieser phase am besten mit leicht reduzierenden tannenbomben. das weniger sauber verbrennende, reduzierende feuer ergibt einen st&#228;rkeren ascheanflug. in dieser weise erreichen sie einen langsamen temperaturanstieg, bei dem bereits sauerstoff aus dem ton gezogen wird. zugleich sorgen sie damit f&#252;r eine ausreichend hohe glutschicht.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">ab 1150 grad beginnt die ascheglasur zu schmelzen. zun&#228;chst entsteht eine rindenartige struktur, die mit der zeit feiner wird und zu gl&#228;nzen beginnt.  ein st&#252;ck aus porzellan beginnt viel fr&#252;her an zu gl&#228;nzen als ein daneben stehendes st&#252;ck aus steinzeug.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">achten sie fr&#252;hzeitig auf tonoberfl&#228;che und segerkegel. der pyrometer kann weit tiefere temperaturen anzeigen, wenn vorne im ofen die segerkegel fallen. wenn sie pl&#246;tzlich feststellen, dass die temperatur zu hoch ist, werfen sie trotzdem holz ein und schliessen sie die t&#252;r. durch die reduktion sinkt die temperatur. wenn sie wieder zu steigen beginnt, werfen sie erneut holz ein. damit wird die temperatur recht schnell absinken und sie k&#246;nnen sich daran machen, die entstandenen schwarzen holzst&#252;cke im brennraum wieder abbrennen zu lassen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">nach erreichen der endtemperatur werden meist phasen mit st&#228;rkerer reduktion durchgef&#252;hrt. diese sollten jedoch mit den anderen brandteilnehmern besprochen werden. die l&#228;nge der reduktion ( 1 &#8211; 4 h ) und die st&#228;rke dieser reduktionen haben grossen einfluss auf die farben der keramik. auch die wahl der reduktionsmittel ergeben dabei unterschiede. denken sie beim reduzieren immer daran, dass sie die  in dieser phase verlorene temperatur wieder aufheizen m&#252;ssen. lassen sie die temperatur nur bis 1150 fallen. wenn eine dicke glasurschicht gew&#252;nscht wird, k&#246;nnen sie auch bis auf 1050 grad sinken.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">beginnen sie die seitenfeuerungen erst, wenn sie die endtemperatur erreicht haben. dabei sinkt die temperatur ab und sie m&#252;ssen wieder phasen einlegen, um die temperatur zu steigern. normalerweise heizt man erst die hintere seitenfeuerung, danach die vordere seitenfeuerung und gleich danach normal von vorne in den brennraum. nun kann man noch ein oder zwei mal von vorne heizen bevor man wieder die seitenfeuerung in angriff nimmt. auf die temperatur hat die seitenfeuerung keinen relevanten einfluss. das ziel ist, die hinteren ofenbereiche auch mit ascheglasur zu bereichern. zudem hat die glut in diesen bereichen einen einfluss auf die ausbildung von holzbrandefekten.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">das wichtigste bei der seitenfeuerug ist, dass m&#246;glichst wenig sch&#228;den an den keramiken entstehen. dass ein st&#252;ck getroffen wird, dadurch mit einem andern zusammenklebt oder vom regal f&#228;llt ist nicht zu vermeiden. wenn sie also bedenken haben und holzst&#252;cke vorsichtig in die seitenfeuerung werfen, ist dies ein gutes zeichen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">beim brennen in dieser phase wechselt die atmosph&#228;re bei jedem holzeinwurf von oxidierend auf reduzierend. dabei f&#228;llt die lufttemperatur und beginnt nach einer weile wieder zu steigen. hier wechselt die atmosph&#228;re wieder auf oxidierend. wenn sie vor dem ofen stehen, h&#246;ren sie nun deutlich das knacken von brennendem holz. sobald dieses knacken verstummt, ist der brennstoff aufgebraucht und sie m&#252;ssen wieder holz nachlegen. entsprechend wird die auf dem pyrometer ablesbare lufttemperatur aufh&#246;ren zu steigen. warten sie nicht bis die temperatur wieder sinkt. so halten sie die zeit mit oxidierender atmosph&#228;re kurz.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">der wechsel zwischen oxidierender und reduzierender atmosph&#228;re f&#252;hrt zu interessanten oberfl&#228;chen mit unterschiedlichen f&#228;rbungen. wird jedoch zulange oxidierend gebrannt, lagert sich der sauerstoff in ton und glasur wieder an und die reduktionsfarben verschwinden. &#246;ffnen sie die t&#252;re nur so kurz wie m&#246;glich, um  asche aufzuw&#252;hlen und frisches holz nachzulegen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">das festlegen des brandendes ist der schwierigste entscheid w&#228;hrend dem brand. je nach brandende kann das ergebnis v&#246;llig unterschiedlich aussehen. ich finde einen mittelweg am sinnvollsten, welcher sowohl gl&#228;nzende als auch matte oberfl&#228;chen zul&#228;sst. dazu muss im ofen eine hohe glutschicht vorhanden sein und die temperatur sollte m&#246;glichst hoch sein. nehmen sie ein testst&#252;ck aus dem ofen. wenn die glasur dick genug ist und die r&#252;ckseite dunkelbraune, hellbraune und pfirsich farben aufweist, k&#246;nnen sie mit der vorbereitung f&#252;r das brandende beginnen. achten sie darauf, dass die objekte im ganzen ofen gl&#228;nzen. besonders im hinteren unteren bereich kann dies ein problem sein. die glut sollte im ganzen ofen hell strahlen. &#252;ber der glut sollten sich die flammen wie wasser bewegen und eine wenige zentimeter hohe oberfl&#228;che bilden, die an eine meeresoberfl&#228;che erinnert. ecken der glut, die aus dieser oberfl&#228;che herausragen sollten wie kristalle glitzern. dabei ist die ofenatmosph&#228;re ruhig und windstill. jetzt k&#246;nnen sie den ofen schliessen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">stellen sie vorg&#228;ngig mehrere alte intakte einsetzplatten vor die untere, bereits verschlossene feuer&#246;ffnung und stellen sie den ben&#246;tigten m&#246;rtel bereit. die aufgeheizten platten verwenden sie nun zum schliessen der feuer&#246;ffnung. dichten sie alle fugen und risse sowohl vorne als auch bei den seitenfeuerungen ab. sobald der gr&#246;sste druck aus dem ofen entwichen ist, schliessen sie den kaminschieber. wenn am ende kein holz mehr nachgeworfen wurde, k&#246;nnen sie sehr schnell schliessen.</div>
<p>das brennnen ist eine anspruchsvolle aufgabe. das brennen von keramik in einem holzofen unterscheidet sich stark von anderen brenntechniken. wer bei einem holzband mitmachen will, muss sich erstmal mit der funktionsweise des holzofens vertraut machen. in jedem brenntrupp braucht es mindestens eine person, die mit diesem vorgang vertraut ist. jeder brenntrupp muss in der lage sein, die temperatur zu halten oder zu steigern, ohne dabei die zuvor erarbeiteten ressourcen auszubeuten.</p>
<p>da wir als team brennen, ist es unumg&#228;nglich, dass die teilnehmer beim schichtwechsel die aktuelle situation besprechen und das weitere vorgehen gegebenenfalls anpassen. beim holzbrand ist die situation selten eindeutig und ein gelegentlicher wechsel der brenntechnik kann zu interessanteren, abwechslungsreicheren oberfl&#228;chen f&#252;hren. es geht niemals darum, welcher brenntrupp gut oder schlecht brennt. jede kritik hat das ziel, den brand zu verbessern. wenn sich teilnehmer dadurch pers&#246;nlich angegriffen f&#252;hlen, ist dies ihre eigene entscheidung. respektieren sie die meinungen der anderen und &#252;berpr&#252;fen sie die argumente sachlich. niemand beherrscht eine solche naturgewalt und keiner kann sie v&#246;llig verstehen. nutzen sie jede kritik um ihr verst&#228;ndnis des holzbandes zu hinterfragen und zu verfeinern. so hat selbst eine unbegr&#252;ndete kritik ihren nutzen.</p>
<p>zur einarbeitung ist das buch &#8220;holzbrand, geheimnisse japanischer meister&#8221; zu empfehlen. das buch bietet einen allgemeinen einblick in den holzbrand und beschreibt in verst&#228;ndlichen worten die verschiedenen aspekte. allerdings unterscheiden sich die im buch beschriebenen &#246;fen stark von unserem tongkama und die anweisungen k&#246;nnen nur teilweise &#252;bernommen werden.</p>
<p>im folgendenden text m&#246;chte ich meine bisherigen erfahrungen und gedanken festhalten. ich hoffe damit eine grundlage zu legen, auf welcher die kommunikation unter den brandteilnehmern verbessert werden kann. ich versuche die grunds&#228;tzliche funktionsweise des holzbandes zu beschreiben und auf die wichtigsten punkte einzugehen, die w&#228;hrend dem brennen zu beachten sind.</p>
<p>wie verbrennt holz ?<br />
beim erhitzen l&#246;st sich der brennstoff in gas auf (holzgas). mit gen&#252;gend sauerstoff verbrennt nun dieses gas als sichtbare flamme. ein normales holzfeuer brennt mit ca. 400 grad. die h&#246;chsttemperatur eines offenen feuers liegt etwa bei 800 grad. h&#246;here temperaturen erreicht man nur dadurch, dass die w&#228;rme nicht entfliehen kann. so gesehen ist ein holzbrand ein gro&#223;er hitzestau. das gew&#246;lbe heizt sich dabei kontinuierlich auf und gibt diese w&#228;rme im sp&#228;teren brandverlauf wieder an die ofenatmosph&#228;re ab.</p>
<p>zu brandbeginn l&#228;sst sich die temperatur problemlos steigern. achten sie darauf, die temperatur nicht zu schnell zu steigern. halten sie sich an die zu brandbeginn definierten h&#246;chstwerte und sorgen sie f&#252;r m&#246;glichst wenig temperaturschwankungen. dabei k&#246;nnen sie sich v&#246;llig auf den pyrometer verlassen. das ger&#228;t zeigt die aktuelle temperatur der luft im ofen an. auch wenn diese temperatur kurzfristig um 30 grad steigt oder sinkt, bleibt das aufheizen der keramik immer noch gleichm&#228;&#223;ig genug. halten sie das feuer bis etwa 300 grad ausschlie&#223;lich innerhalb des unteren bogens. das holz darf nicht in den brennraum hinein ragen. w&#252;rde eine rohe keramik direkt von einer flamme getroffen, k&#246;nnte dies zu einem riss f&#252;hren. sobald sie diese temperatur &#252;berschritten haben, beginnen sie langsam mit dem aufbauen einer glutschicht. verwenden sie in dieser phase lieber etwas dickere holzst&#252;cke, die l&#228;nger und gleichm&#228;&#223;iger brennen. legen sie die holzst&#252;cke zun&#228;chst nur mit der vordersten ecke ins feuer. so brennen zuerst nur die ersten 10 cm. das feuer brennt nun langsam dem holzst&#252;ck entlang und kommt somit aus dem ofen heraus. schieben sie das holzst&#252;ck entsprechend in regelm&#228;&#223;igen abst&#228;nden weiter in den ofen. achten sie immer darauf, dass das holz im ofeninnern zu glut zerf&#228;llt.</p>
<p>mit der zeit sollte sich im brennraum ein gluthaufen bilden. schieben sie die glut nur dann weiter in den ofen, wenn sie zuwenig platz f&#252;r das feuer haben. meist wandert die glut von alleine mit dem nachschieben der holzst&#252;cke nach hinten. oft hat man sogar zuwenig glut im bogen und das holz brennt erst im ofeninnern. verbrennen sie in diesem fall einfach kleine holzst&#252;cke im leerraum zwischen den gro&#223;en holzst&#252;cken. damit bildet sich neue glut im bogenbereich und sie k&#246;nnen ohne unterbruch in der selben weise weiterbrennen. achten sie darauf, dass nicht verbranntes holz beim reinschieben immer oben auf der glut liegt. wird das holz in die glut hineingeschoben, kann es nicht mehr verbrennen und ohne kontakt zur glut verbrennen die schwarzen holzst&#252;cke zu langsam. beides senkt die temperatur der glut und sie w&#252;rgen den ofen ab.</p>
<p>betrachten sie die glut wie einen anz&#252;nder. das eingeworfene holz wird durch die hei&#223;e glut vergast. k&#252;hlt die glut ab, kann das holz nicht mehr schnell genug verbrennen und die temperatur f&#228;llt. eine leuchtend helle glutschicht ist das wichtigste element beim brennen. wird die glut dunkel, setzen sie alles daran, diesen umstand zu korrigieren. lassen sie wenn n&#246;tig einen teil der glut runterbrennen bis sie wieder eine hei&#223;e, helle glut haben. sind sie sich jedoch bewusst, dass sie damit die arbeit des vorangegangen brenntrupps verbrennen und es wieder viele stunden arbeit und holz kosten wird um diese glut erneut aufzubauen.</p>
<p>oft wird die glut unabsichtlich und &#252;ber l&#228;ngere zeit aufgebraucht. dies geschieht, wenn ein brenntrupp zu vorsichtig holz nachlegt. die temperatur kann mit hilfe der glut m&#252;helos gehalten oder gesteigert werden. nur durch beobachten der glutmenge k&#246;nnen sie diesen fehler vermeiden. versuchen sie stets die glutmenge zu halten oder zu steigern, lassen sie die glut jedoch nie abk&#252;hlen.</p>
<p>die steigerung der temperatur kann je nach brand sehr unterschiedlich sein. je nach anzahl und position der rohware und der feuchtigkeit des ofens muss sehr langsam aufgeheizt werden. falls objekte im ofen sind, die bereits einmal in einem hozofen gebrannt wurden, muss sehr langsam &#252;ber die grenze von 229 grad geheizt werden. da die temeratur im ofen nicht &#252;berall gleich ansteigt, sollten sie bereits ab 200 grad sehr vorsichtig heizen und dies bis 250 grad beibehalten. bei dieser temperatur dehnt sich das cristobalit im ton aus, und w&#252;rde bei zu schnellem heizen zu rissen f&#252;hren. in jedem fall steigern sie die temeratur im bereich von 550 bis 600 grad in gleicher weise langsam. in diesem bereich findet der quarzsprung statt. danach kann die temperatur dem feuer m&#246;glichen gesteigert werden.</p>
<p>heizen sie solange der gluthaufen dies zul&#228;sst durch die untere &#246;ffnung in der beschriebenen weise. bevor sie die untere &#246;ffnung schliessen und durch die obere &#246;ffnung zu heizen beginnen, sollte die gesamte brennkammer mit glut bedeckt sein. werfen sie das holz so ein, dass es gleichm&#228;ssig auf der glut verteilt ist. so nutzen sie diese heisse glutfl&#228;che zum schnellen vergasen der neu eingeworfenen holzst&#252;cke. achten sie darauf, dass das holz gen&#252;gend sauerstoff erh&#228;lt und werfen sie nicht zuviel holz auf eimal ein. schwarze rauchwolken sind ein schlechtes zeichen. unter 1000 grad ist das reduzierende brennen mit zuwenig sauerstoff nur eine verschwendung von holz. auf die keramik hat dies kaum einen einfluss.</p>
<p>damit der ofen nicht ins stocken ger&#228;t, muss in jeder phase f&#252;r ein effizientes vergasen des holzes gesorgt werden. die einfachste methode, ein schnelles vergasen zu erzielen ist die verwendung d&#252;nner holzst&#252;cke. diese haben im vergleich zur masse eine weit gr&#246;&#223;ere oberfl&#228;che und brennen deshalb viel effizienter. hartholz hat mehr energie als ein nadelholz. um die temperatur zu steigern, greiffen sie besser zur buche.</p>
<p>statt das holz direkt in die glut zu werfen, verwende ich gerne eine andere technik mit der offiziellen bezeichnung &#8220;holzt&#252;r&#8221;. bei naori verwenden wir meist die inoffizielle bezeichnung &#8220;bombe&#8221;. dabei f&#252;llt man die gesamte &#246;ffnung mit holz und schiebt das ganze packet schritt f&#252;r schritt in den ofen. dadurch gelangt die luft zwischen den einzelnen holzst&#252;cken in den ofen und heizt sich dabei bereits auf. wenn das holz ganz in den brennraum geschobem wird und man es auf der glut verteilt, ist bereits ein grosser teil verbrannt. in der zeit, in welcher die n&#228;chste bombe langsam in den ofen geschoben wird, k&#246;nnen diese verbleibenden schwarzen st&#252;cke zu glut zerfallen. insgesamt eine sehr effiziente und leicht zu handhabende brenntechnik. solange sie oxidierend brennen wollen, m&#252;ssen sie m&#246;glichst lose f&#252;llen. legen sie immer abwechslungsweise zwei holzst&#252;cke schr&#228;g von rechts und dar&#252;ber zwei schr&#228;g von links in die &#246;ffnung. achten sie bein hineinschieben darauf, dass das packet nicht zu kompakt wird. warten sie mit dem nachschieben bis kein oder nur noch wenig rauch aus dem kamin tritt. bei temperaturen &#252;ber 1100 grad tritt die flamme aus dem kamin. warten sie, bis sich die flamme in den kamin zur&#252;ckzieht bevor sie das packet nachschieben.  je weiter sie nun das paket reinschieben, desto h&#246;her wird die flamme. gerade nachts kann man den rauch und auch die anzeige vom pyrometer schlechter erkennen. da ist die flamme nat&#252;rlich viel besser zu beobachten.</p>
<p>bei 650 grad beginnt die keramik zu leuchten. zun&#228;chst rot, sp&#228;ter orange, gelb bis weiss. sobald die objekte weiss leuchten haben sie die endtemperatur erreicht. wenn sie in den unteren temparaturen farben sehen, ist dies nur die reflektion der flammen. versuchen sie die farbe der flamme und die farbe der keramik auseinander zu halten. der ofen hat nicht nur eine temperatur. beobachten sie die farbunterschiede im ofen. dadurch k&#246;nnen sie erkennen, ob die temperatur steigt, f&#228;llt oder gehalten wird. je gr&#246;sser die farbunterschiede sind, desto schneller steigt oder sinkt die temperatur.</p>
<p>ab 800 grad wird es immer schwieriger die temperatur zu steigern. dies liegt daran, dass sie nun die h&#246;chsttemperatur ihres brennstoffs erreicht haben. auch wenn die lufttemperatur, die sie auf dem pyrometer ablesen, nicht weiter steigt, f&#252;hren sie dem ofen weiterhin zus&#228;tzliche energie zu. es kann viele stunden dauern, bis das gew&#246;lbe soviel energie aufgenommen hat, das es diese an die ofenatmosph&#228;re abgibt. obwohl das pyrometer auch in den oberen temperaturen ein hilfreiches instrument ist und sich damit der heizzyklus hervorragend &#252;berwachen l&#228;sst, solten sie von diesen zahlen nicht auf den zustand der keramik schliessen. sie haben die m&#246;glichkeit, die entstehung und das schmelzen der glasur mit eigenen augen zu beobachten. also nutzen und geniessen sie diese m&#246;glichkeit.</p>
<p>bei 1050 grad wird die tonoberfl&#228;che klebrig und die anfliegende asche klebt an den objekten. ausserdem nimmt hier die wirkung einer reduzierenden atmosph&#228;re stark zu. heizen sie in dieser phase am besten mit leicht reduzierenden tannenbomben. das weniger sauber verbrennende, reduzierende feuer ergibt einen st&#228;rkeren ascheanflug. in dieser weise erreichen sie einen langsamen temperaturanstieg, bei dem bereits sauerstoff aus dem ton gezogen wird. zugleich sorgen sie damit f&#252;r eine ausreichend hohe glutschicht.</p>
<p>ab 1150 grad beginnt die ascheglasur zu schmelzen. zun&#228;chst entsteht eine rindenartige struktur, die mit der zeit feiner wird und zu gl&#228;nzen beginnt.  ein st&#252;ck aus porzellan beginnt viel fr&#252;her an zu gl&#228;nzen als ein daneben stehendes st&#252;ck aus steinzeug.</p>
<p>achten sie fr&#252;hzeitig auf tonoberfl&#228;che und segerkegel. der pyrometer kann weit tiefere temperaturen anzeigen, wenn vorne im ofen die segerkegel fallen. wenn sie pl&#246;tzlich feststellen, dass die temperatur zu hoch ist, werfen sie trotzdem holz ein und schliessen sie die t&#252;r. durch die reduktion sinkt die temperatur. wenn sie wieder zu steigen beginnt, werfen sie erneut holz ein. damit wird die temperatur recht schnell absinken und sie k&#246;nnen sich daran machen, die entstandenen schwarzen holzst&#252;cke im brennraum wieder abbrennen zu lassen.</p>
<p>nach erreichen der endtemperatur werden meist phasen mit st&#228;rkerer reduktion durchgef&#252;hrt. diese sollten jedoch mit den anderen brandteilnehmern besprochen werden. die l&#228;nge der reduktion ( 1 &#8211; 4 h ) und die st&#228;rke dieser reduktionen haben grossen einfluss auf die farben der keramik. auch die wahl der reduktionsmittel ergeben dabei unterschiede. denken sie beim reduzieren immer daran, dass sie die  in dieser phase verlorene temperatur wieder aufheizen m&#252;ssen. lassen sie die temperatur nur bis 1150 fallen. wenn eine dicke glasurschicht gew&#252;nscht wird, k&#246;nnen sie auch bis auf 1050 grad sinken.</p>
<p>beginnen sie die seitenfeuerungen erst, wenn sie die endtemperatur erreicht haben. dabei sinkt die temperatur ab und sie m&#252;ssen wieder phasen einlegen, um die temperatur zu steigern. normalerweise heizt man erst die hintere seitenfeuerung, danach die vordere seitenfeuerung und gleich danach normal von vorne in den brennraum. nun kann man noch ein oder zwei mal von vorne heizen bevor man wieder die seitenfeuerung in angriff nimmt. auf die temperatur hat die seitenfeuerung keinen relevanten einfluss. das ziel ist, die hinteren ofenbereiche auch mit ascheglasur zu bereichern. zudem hat die glut in diesen bereichen einen einfluss auf die ausbildung von holzbrandefekten.</p>
<p>das wichtigste bei der seitenfeuerug ist, dass m&#246;glichst wenig sch&#228;den an den keramiken entstehen. dass ein st&#252;ck getroffen wird, dadurch mit einem andern zusammenklebt oder vom regal f&#228;llt ist nicht zu vermeiden. wenn sie also bedenken haben und holzst&#252;cke vorsichtig in die seitenfeuerung werfen, ist dies ein gutes zeichen.</p>
<p>beim brennen in dieser phase wechselt die atmosph&#228;re bei jedem holzeinwurf von oxidierend auf reduzierend. dabei f&#228;llt die lufttemperatur und beginnt nach einer weile wieder zu steigen. hier wechselt die atmosph&#228;re wieder auf oxidierend. wenn sie vor dem ofen stehen, h&#246;ren sie nun deutlich das knacken von brennendem holz. sobald dieses knacken verstummt, ist der brennstoff aufgebraucht und sie m&#252;ssen wieder holz nachlegen. entsprechend wird die auf dem pyrometer ablesbare lufttemperatur aufh&#246;ren zu steigen. warten sie nicht bis die temperatur wieder sinkt. so halten sie die zeit mit oxidierender atmosph&#228;re kurz.</p>
<p>der wechsel zwischen oxidierender und reduzierender atmosph&#228;re f&#252;hrt zu interessanten oberfl&#228;chen mit unterschiedlichen f&#228;rbungen. wird jedoch zulange oxidierend gebrannt, lagert sich der sauerstoff in ton und glasur wieder an und die reduktionsfarben verschwinden. &#246;ffnen sie die t&#252;re nur so kurz wie m&#246;glich, um  asche aufzuw&#252;hlen und frisches holz nachzulegen.</p>
<p>das festlegen des brandendes ist der schwierigste entscheid w&#228;hrend dem brand. je nach brandende kann das ergebnis v&#246;llig unterschiedlich aussehen. ich finde einen mittelweg am sinnvollsten, welcher sowohl gl&#228;nzende als auch matte oberfl&#228;chen zul&#228;sst. dazu muss im ofen eine hohe glutschicht vorhanden sein und die temperatur sollte m&#246;glichst hoch sein. nehmen sie ein testst&#252;ck aus dem ofen. wenn die glasur dick genug ist und die r&#252;ckseite dunkelbraune, hellbraune und pfirsich farben aufweist, k&#246;nnen sie mit der vorbereitung f&#252;r das brandende beginnen. achten sie darauf, dass die objekte im ganzen ofen gl&#228;nzen. besonders im hinteren unteren bereich kann dies ein problem sein. die glut sollte im ganzen ofen hell strahlen. &#252;ber der glut sollten sich die flammen wie wasser bewegen und eine wenige zentimeter hohe oberfl&#228;che bilden, die an eine meeresoberfl&#228;che erinnert. ecken der glut, die aus dieser oberfl&#228;che herausragen sollten wie kristalle glitzern. dabei ist die ofenatmosph&#228;re ruhig und windstill. jetzt k&#246;nnen sie den ofen schliessen.</p>
<p>stellen sie vorg&#228;ngig mehrere alte intakte einsetzplatten vor die untere, bereits verschlossene feuer&#246;ffnung und stellen sie den ben&#246;tigten m&#246;rtel bereit. die aufgeheizten platten verwenden sie nun zum schliessen der feuer&#246;ffnung. dichten sie alle fugen und risse sowohl vorne als auch bei den seitenfeuerungen ab. sobald der gr&#246;sste druck aus dem ofen entwichen ist, schliessen sie den kaminschieber. wenn am ende kein holz mehr nachgeworfen wurde, k&#246;nnen sie sehr schnell schliessen.</p>
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		<title>preise f&#252;r den holzbrand</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 21:19:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>@u</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brennen]]></category>
		<category><![CDATA[Holzofen]]></category>
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die preise beziehen sich auf die ben&#246;tigte standfl&#228;che der st&#252;cke (platz auf der einsetzplatte).
die h&#246;he der st&#252;cke wird bei der berechnung nicht ber&#252;cksichtigt (kein stappeln).
um die fl&#228;che zu messen, werden die st&#252;cke vor dem einsetzen auf einem 50cm breiten brett ausgebreitet.
nicht eingesetzte st&#252;cke werden nach dem einsetzen nochmals ausgebreitet und die fl&#228;che wieder abgezogen.
st&#252;cke von [...]]]></description>
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<p>die preise beziehen sich auf die ben&#246;tigte standfl&#228;che der st&#252;cke (platz auf der einsetzplatte).<br />
die h&#246;he der st&#252;cke wird bei der berechnung nicht ber&#252;cksichtigt (kein stappeln).<br />
um die fl&#228;che zu messen, werden die st&#252;cke vor dem einsetzen auf einem 50cm breiten brett ausgebreitet.<br />
nicht eingesetzte st&#252;cke werden nach dem einsetzen nochmals ausgebreitet und die fl&#228;che wieder abgezogen.</p>
<p>st&#252;cke von vereinsmitgliedern haben beim einsetzen vorrang.</p>
<p>preise in chf pro m2:</p>
<p>- mitglieder die beim brennen mithelfen = 100.- (1x)<br />
- nichtmitglieder die beim brennen mithelfen = 200.- (2x)<br />
- mitglieder die nicht mithelfen = 300.- (3x)<br />
- nichtmitglieder die nicht mithelfen = 400.- (4x)</p>
<p>diese preise gelten f&#252;r den n&#228;chsten brand im fr&#252;hling und m&#252;ssen sp&#228;ter m&#246;glicherweise angepasst werden.</p>
<p>nat&#252;rlich ist diese berechnungsmetode nicht 100% gerecht. es ist vielmehr ein kompromiss zwischen einer gerechten aufteilung der kosten und einem angemessenen aufwand f&#252;r die berechnung.</p>
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		<title>bilder vom feuerfest</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Oct 2008 22:18:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>@u</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brennen]]></category>
		<category><![CDATA[Holzofen]]></category>
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mein computer l&#228;uft wieder !
die bilder vom ofenbau und vom feuerfest konnte ich nun hochladen.
ihr findet die bilder unter bilder 2008
leider konnte ich w&#228;hrend der nacht des feuers keine bilder machen.
wer bilder gemacht hat, bitte schicken.

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<p>mein computer l&#228;uft wieder !</p>
<p>die bilder vom ofenbau und vom feuerfest konnte ich nun hochladen.<br />
ihr findet die bilder unter <a title="bilder" href="http://kummod.jalbum.net/naori2008/" target="_self">bilder 2008</a></p>
<p>leider konnte ich w&#228;hrend der nacht des feuers keine bilder machen.<br />
wer bilder gemacht hat, bitte schicken.</p>
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		<title>Das Abk&#252;hlen</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 11:41:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>@u</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brennen]]></category>
		<category><![CDATA[Abkühlen]]></category>

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Die gebrannten Objekte sollten dem Ofen nicht zu fr&#252;h entnommen werden. Man wartet mindestens ab, bis die Ofentemperatur auf unter 100°C abgesunken ist. Dann kann man die T&#252;r &#8211; um die Abk&#252;hlzeit zu verk&#252;rzen &#8211; einen KLEINEN Spalt ( 1 &#8211; 2 cm ) &#246;ffnen. Wer sich nicht daran h&#228;lt, provoziert Spr&#252;nge in Ton und [...]]]></description>
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<p>Die gebrannten Objekte sollten dem Ofen nicht zu fr&#252;h entnommen werden. Man wartet mindestens ab, bis die Ofentemperatur auf unter 100°C abgesunken ist. Dann kann man die T&#252;r &#8211; um die Abk&#252;hlzeit zu verk&#252;rzen &#8211; einen KLEINEN Spalt ( 1 &#8211; 2 cm ) &#246;ffnen. Wer sich nicht daran h&#228;lt, provoziert Spr&#252;nge in Ton und Glasur.</p>
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		<title>Der Glasurbrand</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 11:39:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>@u</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brennen]]></category>
		<category><![CDATA[Glasieren]]></category>
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Dieser ist  notwendig um die aufgetragenen Glasuren auszuschmelzen und mit dem Objekt zu verbinden. Da der Tonscherben schon durch den Rohbrand sein Wasser vollst&#228;ndig verloren hat, kann die Zeit zum Erreichen der Maximaltemperatur verk&#252;rzt werden. &#220;blicherweise wird mit 120-150°C pro Stunde bis 650°C gebrannt. Danach kann mit ca. 150-200°C pro Stunde auf die Endtemperatur von [...]]]></description>
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<p>Dieser ist  notwendig um die aufgetragenen Glasuren auszuschmelzen und mit dem Objekt zu verbinden. Da der Tonscherben schon durch den Rohbrand sein Wasser vollst&#228;ndig verloren hat, kann die Zeit zum Erreichen der Maximaltemperatur verk&#252;rzt werden. &#220;blicherweise wird mit 120-150°C pro Stunde bis 650°C gebrannt. Danach kann mit ca. 150-200°C pro Stunde auf die Endtemperatur von ca. 1020-1300°C geheizt werden. Diese Temperatur wird ca. 10 &#8211; 30 Minuten gehalten. Die Brenntemperatur des Glasurbrandes ist abh&#228;ngig von Schmelzbereich der Glasur und des Tones. Die Glasurbrandtemperatur kann also &#252;ber oder unterhalb der Rohbrandtemperatur liegen, darf jedoch das Temperaturspektrum der verwendeten Tonmasse niemals &#252;berschreiten.</p>
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		<title>Plattenschutzmittel</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 11:38:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>@u</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brennen]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenschutzmittel]]></category>

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		<description><![CDATA[

Glasurtropfen lassen sich dank der Schutzschicht besser von den Einsetzplatten trennen. 1 kg Plattenschutz und 1 lt warmes Wasser werden miteinander gut vermischt und mit flachem Pinsel oder Roller in 3 Schichten auf die Ofeneinsetzplatten aufgetragen. Lassen Sie jede Schicht ca. 20 Minuten trocknen. Der Plattenschutz sollte nur einseitig aufgetragen werden. Doppelseitiges Auftragen kann beim [...]]]></description>
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<p>Glasurtropfen lassen sich dank der Schutzschicht besser von den Einsetzplatten trennen. 1 kg Plattenschutz und 1 lt warmes Wasser werden miteinander gut vermischt und mit flachem Pinsel oder Roller in 3 Schichten auf die Ofeneinsetzplatten aufgetragen. Lassen Sie jede Schicht ca. 20 Minuten trocknen. Der Plattenschutz sollte nur einseitig aufgetragen werden. Doppelseitiges Auftragen kann beim Glasurbrand unsch&#246;nen Befall bewirken. Die Plattenr&#228;nder, Einbaust&#252;tzen, Dreif&#252;sse und Dreikantleisten werden nicht behandelt. Es ist empfehlenswert, nach der Behandlung die Platten mit dem Probebrand zu brennen. Mit 1 kg Plattenschutz k&#246;nnen ca. 1 &#8211; 1.5 m2 Platten eingestrichen werden. Defekte Stellen k&#246;nnen leicht ausgebessert werden. Der durch viele Br&#228;nde glasig gewordene Plattenschutz l&#228;sst sich leicht mit einem Spachtel entfernen. Anschliessend k&#246;nnen die Ofenplatten erneut mit Plattenschutzmittel eingestrichen werden.</p>
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		<title>Brenntemperaturen</title>
		<link>http://www.naori.ch/brenntemperaturen/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 11:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>@u</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brennen]]></category>
		<category><![CDATA[Brenntemperaturen]]></category>

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		<description><![CDATA[

Der Lieferant von Rohstoffen und Farben wird Ihnen die genauen Brenntemperaturen mitteilen. Wird eine Brenntemperatur z.B. mit 1050°C angegeben, ist es ratsam, zuerst einige Testbr&#228;nde durchzuf&#252;hren. Brennen Sie auf 1040°C , 1050°C und 1060°C. Anhand der erzielten Resultate kann die optimale Brenntemperatur bestimmt werden. Wir empfehlen Ihnen, jeden Brand genau zu protokollieren. Dies ist eine [...]]]></description>
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<p>Der Lieferant von Rohstoffen und Farben wird Ihnen die genauen Brenntemperaturen mitteilen. Wird eine Brenntemperatur z.B. mit 1050°C angegeben, ist es ratsam, zuerst einige Testbr&#228;nde durchzuf&#252;hren. Brennen Sie auf 1040°C , 1050°C und 1060°C. Anhand der erzielten Resultate kann die optimale Brenntemperatur bestimmt werden. Wir empfehlen Ihnen, jeden Brand genau zu protokollieren. Dies ist eine grosse Hilfe, um die optimale Brenntemperatur zu bestimmen. Achtung: Wenn Sie Ton oder Glasuren mit einer maximalen Brenntemperatur von z.B. 1040°C versehentlich zu hoch brennen ( z.B. auf 1240°C ), wird die Masse w&#228;hrend des Brandes fl&#252;ssig wie Lava und zerst&#246;rt den Ofen. Seien sie vorsichtig mit Materialien die Sie nicht kennen oder nur schwer unterscheiden k&#246;nnen.</p>
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		<title>Einsetzen f&#252;r den Glasurbrand (Elektro)</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 11:34:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>@u</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brennen]]></category>
		<category><![CDATA[Glasieren]]></category>
		<category><![CDATA[Keramik]]></category>
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Die unterste Einsetzplatte wird mit 3 St&#252;tzen ( 25 mm ) vom Ofenboden distanziert. Dies gew&#228;hrleistet eine gute W&#228;rmezirkulation. Die Brennst&#252;cke werden auf Dreif&#252;sse oder Dreikantleisten gestellt, so dass die Glasur keine Ber&#252;hrung mit den Platten hat. Bei Brenntemperaturen &#252;ber 1150°C werden die Objekte direkt auf die Platten gestellt. Die Glasur an den Brennst&#252;cken muss [...]]]></description>
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<p>Die unterste Einsetzplatte wird mit 3 St&#252;tzen ( 25 mm ) vom Ofenboden distanziert. Dies gew&#228;hrleistet eine gute W&#228;rmezirkulation. Die Brennst&#252;cke werden auf Dreif&#252;sse oder Dreikantleisten gestellt, so dass die Glasur keine Ber&#252;hrung mit den Platten hat. Bei Brenntemperaturen &#252;ber 1150°C werden die Objekte direkt auf die Platten gestellt. Die Glasur an den Brennst&#252;cken muss an den plattenber&#252;hrenden Teilen sauber entfernt werden. Dreif&#252;sse oder Dreikantleisten k&#246;nnen nicht verwendet werden, da diese bei solch hohen Temperaturen in den aufgeweichten Ton einsinken. Die Luft muss zwischen den Brennst&#252;cken gut zirkulieren k&#246;nnen. Um weitere Gegenst&#228;nde gleichzeitig zu brennen, werden drei St&#252;tzen aufgestellt und mit einer Platte belegt. Ben&#252;tzen Sie weitere St&#252;tzen f&#252;r eine 3.,4. oder 5. Etage. Platzieren Sie diese so, dass alle St&#252;tzen &#252;bereinander stehen. Brennst&#252;cke d&#252;rfen W&#228;nde, Deckel, Heizspiralen und den Temperaturf&#252;hler nicht ber&#252;hren ( Abstand ca. 25 mm ). Weil W&#228;rme nach oben steigt, nutzen Sie diese am besten, wenn Sie grosse Teile nach unten stellen, kleine dagegen nach oben. Haben Sie ausnahmsweise nur wenige Teile zu brennen, verbessern Sie das Brennergebnis, indem Sie diese h&#246;her stellen und gleichm&#228;ssig verteilen.</p>
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		<title>Der Rohbrand</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 11:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>@u</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brennen]]></category>
		<category><![CDATA[Keramik]]></category>
		<category><![CDATA[Rohbrand]]></category>
		<category><![CDATA[Schrühbrand]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbrand]]></category>

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Quellungswasser ist in der Gr&#252;nware nicht mehr im Ton. Allerdings noch eine reichliche Menge Kristallwassers. Dieses kristallin gebundene Wasser entweicht dem Mineral jetzt w&#228;hrend des gesamten Brennvorganges bis ca. 600°C. Diese physikalische Eigenschaft m&#252;ssen wir einfach kennen, um darauf R&#252;cksicht nehmen zu k&#246;nnen. Das ist der Hintergrund f&#252;r das langsame Aufheizen in der Anfangsphase des [...]]]></description>
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<p>Quellungswasser ist in der Gr&#252;nware nicht mehr im Ton. Allerdings noch eine reichliche Menge Kristallwassers. Dieses kristallin gebundene Wasser entweicht dem Mineral jetzt w&#228;hrend des gesamten Brennvorganges bis ca. 600°C. Diese physikalische Eigenschaft m&#252;ssen wir einfach kennen, um darauf R&#252;cksicht nehmen zu k&#246;nnen. Das ist der Hintergrund f&#252;r das langsame Aufheizen in der Anfangsphase des Rohbrandes ( auch Schr&#252;hbrand, Vorbrand oder Biskuitbrand genannt).</p>
<p><span id="more-104"></span>Hier kommt uns die schlechte W&#228;rmeleitf&#228;higkeit des Materials zugute. Die Brennguttemperatur sinkt ja mit zunehmender Tiefe und somit wird das Kristallwasser langsam von aussen nach Innen, also bei geeigneter Brandf&#252;hrung nicht zu schlagartig frei. Je langsamer wir aufheizen je weniger Dampfdruck wird aufgebaut und der Wasserdampf hat Zeit zu entweichen. Sind jetzt Lufteinschl&#252;sse in der Tonmasse, sammelt sich darin Wasserdampf. Der hat gegen&#252;ber dem fl&#252;ssigen Wasser ein sehr sehr viel gr&#246;sseres Volumen! Dieser Druck l&#228;sst das Teil schlagartig explodieren wie eine Splitterhandgranate.</p>
<p>Die Quarzteile in der Tonmasse wandeln sich bei ca. 520°C um. Den &#220;bergang nennt man &#8220;Quarzsprung&#8221;, weil die Umwandlung auch mit einer sprunghaften Vergr&#246;sserung des spezifischen Volumens verbunden ist, die durch eine ge&#228;nderte Anordnung der Kristalle entsteht, sollte man in diesem Temperaturbereich langsam brennen. Ein zu schnelles Aufheizen oder Abk&#252;hlen kann zu Spr&#252;ngen und Rissen der Tonwaren f&#252;hren.</p>
<h3>Der Brand</h3>
<p>Ab 100°C setzt der Ton das Wasser aus den Poren frei. Ab 200°C ist dieser Prozess nicht mehr r&#252;ckg&#228;ngig zu machen, d.h. der Ton l&#246;st sich nicht mehr in Wasser. Bei Temperaturen zwischen 350 und 700 °C setzt der Ton noch einmal etwa 5-15 % chemisch gebundenes Wasser frei. &#220;blicherweise wird mit 100°C pro Stunde bis 650°C gebrannt. Danach kann mit ca. 150°C pro Stunde auf die Endtemperatur von ca. 960°C geheizt werden. Diese Temperatur wird ca. 20 Minuten gehalten. Der hierbei entstandene gebrannte Ton wird auch Tonscherben genannt.</p>
<p>Besonders dicke und empfindliche Objekte sollten m&#246;glichst langsam auf 650°C gebrannt werden. Wir empfehlen eine maximale Aufheizgeschwindigkeit von 40 bis 70°C pro Stunde.</p>
<p>Die auf 900 &#8211; 1000°C rohgebrannten Objekte nennen wir Scherben oder Schr&#252;hware. Der Ton ist jetzt hart, das heisst er l&#246;st sich in Wasser nicht mehr auf, bleibt aber dennoch por&#246;s.</p>
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		<title>Einsetzen f&#252;r den Rohbrand</title>
		<link>http://www.naori.ch/einsetzen-fuer-den-rohbrand/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 11:07:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>@u</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brennen]]></category>
		<category><![CDATA[Keramik]]></category>
		<category><![CDATA[Einsetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Rohbrand]]></category>

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Beim Einsetzen des Ofens zum Rohbrand k&#246;nnen sich die Werkst&#252;cke ber&#252;hren und sogar sorgf&#228;ltig ineinander gestellt werden. Werden die Objekte nach dem Rohbrand nicht weiter bearbeitet ( glasiert ) sollte zugunsten einer gleichm&#228;ssigen Farbe auf das ineinanderstapeln verzichtet werden. Weil W&#228;rme nach oben steigt, nutzen Sie diese am besten, wenn Sie grosse Teile nach unten [...]]]></description>
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<p>Beim Einsetzen des Ofens zum Rohbrand k&#246;nnen sich die Werkst&#252;cke ber&#252;hren und sogar sorgf&#228;ltig ineinander gestellt werden. Werden die Objekte nach dem Rohbrand nicht weiter bearbeitet ( glasiert ) sollte zugunsten einer gleichm&#228;ssigen Farbe auf das ineinanderstapeln verzichtet werden. Weil W&#228;rme nach oben steigt, nutzen Sie diese am besten, wenn Sie grosse Teile nach unten stellen, kleine dagegen nach oben. Haben Sie ausnahmsweise nur wenige Teile zu brennen, verbessern Sie das Brennergebnis, indem Sie diese h&#246;her stellen und gleichm&#228;ssig verteilen.</p>
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