farben entstehen durch die vorhandenen materialien und deren veränderung durch den brand.

zunächst haben wir den ton. je nach zusammensetzung kann dieser sehr unterschiedlich auf den holzbrand reagieren. ein guter ton reagiert mit den aschepartikeln in der flamme und das reduzierende brennen. es gibt keine andere möglichkeit, als verschiedene tone im holzofen zu testen um einen für sich geeigneten ton zu finden.

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ich möchte mit kari’s papiertechnik einen lampenschirm bauen. da die grösse der papierchen begerenzt ist, möchte ich mehrere papierchen nach dem vorbrennen mit glasur zusammenkleben. funktioniert soweit auch perfekt.
aber was passiert beim brennen (elektro) ?

klebt die glasur auch bei voller hitze oder fällt mir meine form in sich zusammen ?

ein papierchen ist nur 25 gramm schwer, sehr viel muss die glasur also nicht halten können.

Die gebrannten Objekte sollten dem Ofen nicht zu früh entnommen werden. Man wartet mindestens ab, bis die Ofentemperatur auf unter 100°C abgesunken ist. Dann kann man die Tür – um die Abkühlzeit zu verkürzen – einen KLEINEN Spalt ( 1 – 2 cm ) öffnen. Wer sich nicht daran hält, provoziert Sprünge in Ton und Glasur.

Dieser ist  notwendig um die aufgetragenen Glasuren auszuschmelzen und mit dem Objekt zu verbinden. Da der Tonscherben schon durch den Rohbrand sein Wasser vollständig verloren hat, kann die Zeit zum Erreichen der Maximaltemperatur verkürzt werden. Üblicherweise wird mit 120-150°C pro Stunde bis 650°C gebrannt. Danach kann mit ca. 150-200°C pro Stunde auf die Endtemperatur von ca. 1020-1300°C geheizt werden. Diese Temperatur wird ca. 10 – 30 Minuten gehalten. Die Brenntemperatur des Glasurbrandes ist abhängig von Schmelzbereich der Glasur und des Tones. Die Glasurbrandtemperatur kann also über oder unterhalb der Rohbrandtemperatur liegen, darf jedoch das Temperaturspektrum der verwendeten Tonmasse niemals überschreiten.